ABS 48: Ausbaustrecke München–Lindau–Grenze D/A

Alpenquerender Güterverkehr, Infrastrukturen und Klimawandel

Das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) informiert im Bericht über Güterverkehr und Klimawandel auch über schnellere Verbindungen nach München 

Weniger Lastwagen über die Alpen: Im ersten Halbjahr 2019 ging die Anzahl Lastwagenfahrten durch die Schweizer Alpen um 2,5 Prozent zurück. Der Trend zu weniger Lastwagenfahrten hat sich damit weiter gefestigt. Aufgrund zahlreicher Bauarbeiten transportierte auch die Schiene weniger Güter. Die Bahn konnte ihren Marktanteil von rund 71% insgesamt aber halten. Mit dem Verlagerungsbericht 2019 wird der Bundesrat voraussichtlich gegen Ende Jahr darlegen, wie die Verlagerungspolitik weiter gestärkt werden kann.

Klimawandel und Infrastrukturen: Im Rahmen der Infrastrukturtagung 2019 präsentierte Bundesrätin Simonetta Sommaruga am 10. Oktober eine Studie über die Auswirkung des Klimawandels auf das Schienen-, Strassen- und Energienetz. Unter dem Strich könnten die Schäden wegen Hitzewellen, Erdrutschen und Unwettern bis 1 Milliarde Franken pro Jahr kosten. Die UVEK-Chefin kündigte einen Aktionsplan für den Schutz der Infrastrukturen an. Zudem rief sie dazu auf, die erneuerbaren Energien weiter zu entwickeln und viel weniger CO2 auszustossen.

Subventionskontrolle: Im Nachgang zum «Fall PostAuto» hat das BAV im Frühling 2019 beschlossen, die Subventionsaufsicht neu auszurichten. Nun schickte das Amt die ersten beiden Massnahmen bei den interessierten Kreisen in die Anhörung: es geht um Spezialprüfungen zu verschiedenen Subventionstatbeständen durch die Revisionsgesellschaften der Transportunternehmen und die Selbstdeklaration zur Einhaltung der subventionsrechtlichen Vorschriften. Die Umsetzung ist schrittweise ab 2020 vorgesehen.

Schnellere Verbindung nach München: Am 27. September 2019 hat der Bundesrat Umsetzungsvereinbarungen für zwei Bahnprojekte genehmigt, die für den Anschluss der Ostschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz (HGV) nötig sind: Diese betreffen ein neues Abstellgleis in St. Margrethen sowie Umbauten auf der Strecke St. Gallen-St. Margrethen, dank denen Züge in kürzerem Abstand hintereinanderfahren können. Die Projekte sind die letzten Elemente des HGV-Anschlusses nach München auf Schweizer Gebiet. Aktuell dauert die Reise von Zürich nach München im Normalbetrieb knapp viereinviertel Stunden. Nach Inbetriebnahme der HGV-Anschlüsse wird die Reisezeit ab Ende 2020 rund dreieinhalb Stunden dauern.

Quelle: https://www.bav.admin.ch/bav/de/home/publikationen/bav-news/ausgaben-2019/ausgabe-oktober-2019/artikel-3.html

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30.10.2019

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